Mahlzeiten |
In unserer Kindertagesstätte verzichten wir bewusst auf das Tragen von Lätzchen während der Mahlzeiten. Diese Entscheidung basiert auf der Überzeugung, dass Kinder durch das eigenständige Essen und die damit verbundenen Erfahrungen wertvolle Lernmöglichkeiten erhalten. Wenn die Kinder beim Essen selbstständig agieren, erleben sie, dass es in Ordnung ist, auch einmal nass oder schmutzig zu werden. Diese Erfahrungen fördern nicht nur die Selbstständigkeit, sondern auch das Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigenen Fähigkeiten.
Das Tragen von Lätzchen kann die Bewegungsfreiheit der Kinder einschränken. Oft fühlen sie sich durch die Lätzchen unwohl, was dazu führen kann, dass sie weniger Freude am Essen und Experimentieren mit verschiedenen Lebensmitteln haben. Ohne Lätzchen können die Kinder sich freier bewegen, ihre Hände besser einsetzen und die verschiedenen Texturen und Geschmäcker der Speisen intensiver erleben. Sollte ein Kind beim Essen schmutzig werden, haben wir in der Kita immer Wechselkleidung bereitliegen. Das Umziehen in saubere Kleidung ist eine weitere Gelegenheit für die Kinder, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und zu lernen, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Sie lernen, dass Schmutz und Nässe Teil des Lebens sind und dass man sich danach wieder frisch machen kann.
Ein weiterer Nachteil von Lätzchen ist, dass sie oft den direkten Kontakt zwischen den Kindern und dem Essen verringern. Ohne Lätzchen können die Kinder ihre Sinne besser einsetzen, indem sie mit den Händen essen, die Konsistenzen der Speisen erfühlen und die Farben und Formen der Lebensmittel wahrnehmen. Diese sinnlichen Erfahrungen sind entscheidend für die Entwicklung der Kinder und fördern ihre Neugier und Kreativität. Insgesamt glauben wir, dass der Verzicht auf Lätzchen den Kindern nicht nur mehr Bewegungsfreiheit gibt, sondern auch wichtige Lernprozesse anregt. Sie entwickeln ein besseres Verständnis für ihre Umwelt, stärken ihr Selbstbewusstsein und lernen, mit Herausforderungen umzugehen – alles wichtige Fähigkeiten für ihre weitere Entwicklung.
Frühstück |
Die Kinder bringen ihr Frühstück von zu Hause mit. Die Kindergartenkinder können in der Zeit von 8 Uhr bis 9 Uhr selbständig in den Speiseraum zum Frühstück gehen. Dies geschieht gruppenübergreifend. Die Kinder können entscheiden mit wem sie gehen, wo sie sitzen, was und wieviel sie von ihrem Frühstück essen und ob sie frühstücken wollen. Im Speiseraum stehen den Kindern Wasser, Tee und Geschirr zur Verfügung. Die Kinder holen sich ihr Geschirr selbständig aus dem Schrank und räumen dieses nach Beendigung wieder eigenständig auf. Zwischenzeitlich kommt immer mal wieder eine Fachkraft vorbei und unterstützt die Kinder, wenn notwendig.
In der Krippe essen die Kinder in den Gruppenräumen. In der Zeit von 7:45 Uhr – 9:00 Uhr können die Kinder frei am Tisch frühstücken. Dabei werden sie von den pädagogischen Kräften in der Gruppe unterstützt und begleitet. Den Kindern stehen Wasser, Tee, Teller, Besteck und Gläser zur Verfügung. Auch hier entscheiden die Kinder, wann sie frühstücken wollen, wo, was und wieviel sie von ihrem Frühstück essen und ob sie frühstücken wollen.
Mittagessen |
Das Mittagessen wird täglich frisch von unserem Hauswirtschaftsteam zubereitet. Beim Einkauf und der Verarbeitung wird auf saisonales Obst und Gemüse von Händlern aus der Region geachtet. Auch beim Einkauf von Fleisch und Backwaren legen wir Wert auf gute Qualität und beziehen die Waren von Metzger/Bäcker vor Ort. Der Speiseplan ist abwechslungsreich und hängt täglich in Form von Bildern für die Kinder aus.
Im Kindergarten / kleine Altersmischung ab 3 Jahren
Im Kindergarten erfolgt das gemeinsame Mittagessen in 2 Essensgruppen:
- Gruppe1= Froschkinder und Schlafkinder um ca. 11.45 Uhr.
- Gruppe2= Libellenkinder ca. 12.30 Uhr.
Die pädagogischen Fachkräfte begleiten das Mittagessen der Kinder und sitzen mit ihnen gemeinsam am Tisch. Sie unterstützen die Kinder in ihrer Selbstständigkeit, regen zu Gesprächen an und fungieren als Vorbild.
Ablauf:
- Eine kleine Gruppe von freiwilligen Kindern decken die Tische für die jeweilige Essensgruppe ein.
- Die Schulanfänger suchen sich zuerst einen Platz an einem freien Tisch aus. An jedem Tisch sollte mind. 1 Schulanfänger sitzen.
- Die anderen Kinder kommen dann dazu und suchen sich einen gedeckten Platz aus und setzen sich hin.
- Wenn alle Kinder sitzen, wird ein gemeinsames Tischgebet gesprochen.
- Die pädagogischen Fachkräfte verteilen dann das Essen auf den Tischen. Jede Komponente wird in einer durchsichtigen kleinen Glasschüssel gereicht z.B. eine Schüssel für Nudeln und eine Schüssel für Soße etc. Somit können die Kinder ganz genau sehen, was es gibt, und haben die Möglichkeit zu entscheiden, was sie davon essen oder probieren wollen.
- Die Kinder schöpfen sich dann reihum selbst, beginnend mit dem Schulanfängerkind am Tisch. Dieses unterstützt auch die anderen Kinder am Tisch, wenn Hilfe notwendig ist.
- In der ersten Runde sollte jeder nur so viel auf seinen Teller machen, dass es für alle am Tisch reicht. Dabei müssen die Kinder viel miteinander kommunizieren und üben Verhaltensformen wie „Bitte“ und „Danke“ ein. Auch lernen sie aufeinander Rücksicht zu nehmen, Mengen abzuschätzen und den eigenen Appetit einzuschätzen.
- Die Kinder schöpfen sich dann bei Bedarf immer wieder nach und entscheiden selbst, wann sie satt sind.
- Ist die Hauptspeise beendet, räumen die Kinder selbständig ihr Geschirr und die Schüsseln auf.
- Nach dem Hauptgang erfolgt im Anschluss der Nachtisch für alle. Hierbei wird keinem Kind der Nachtisch verwehrt. Alle Kinder bekommen einen Nachtisch, selbst wenn das Kind beim Hauptgang nichts gegessen hat. Der Nachtisch ist im Gegensatz zum Hauptgang limitiert, das heißt jedes Kind bekommt nur einen Nachtisch.
- Sind alle fertig mit Essen, räumen alle wieder ihr Nachtischgeschirr auf und gehen gemeinsam in die Gruppe/Schlafraum
In der Krippe / kleine Altersmischung unter 3 Jahren:
Die Krippenkinder gehen alle gemeinsam um 11 Uhr zum Mittagessen. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten das Mittagessen der Kinder und sitzen mit ihnen gemeinsam am Tisch. Sie unterstützen die Kinder in ihrer Selbstständigkeit, geben Hilfestellungen, regen zu Gesprächen an und fungieren als Vorbild. Sollte ein Kind beim Essen nicht dabei sein, weil es bspw. früher eingeschlafen ist, dann bekommt es natürlich das Mittagessen, wenn es wach ist. Dies wird dann individuell eingenommen.
Ablauf:
- Teller, Besteck, Gläser und Getränke stehen bereits in der Mitte der Tische bereit, wenn die Kinder in den Speiseraum kommen.
- Jedes Kind sucht sich einen freien Platz aus und setzt sich hin.
- An jedem Kindertisch sitzt auch eine erwachsene Person.
- Wenn alle sitzen, wird ein gemeinsames Tischgebet gesprochen.
- Die Kinder nehmen sich dann einen Teller, Glas und Besteck aus der Mitte.
- Die Erzieherinnen verteilen dann das Essen auf den Tischen. Jede Komponente wird in einer durchsichtigen kleinen Glasschüssel gereicht z.B. eine Schüssel für Nudeln und eine Schüssel für Soße etc. Somit können die Kinder ganz genau sehen, was es gibt, und haben die Möglichkeit zu entscheiden, was sie davon essen oder probieren wollen.
- Die Kinder werden darin unterstützt sich das Essen selbst zu schöpfen und das Getränk selbst einzuschenken.
- Die Kinder schöpfen sich bei Bedarf immer wieder nach und entscheiden selbst, wann sie satt sind.
- Das Essen in der Krippe erfolgt oftmals noch ganzheitlich mit allen Sinnen. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Tempo und unterschiedliche Fähigkeiten. So schafft es das eine Kind schon mit Besteck zu essen, während das andere Kind noch die Hände benötigt.
- Nach dem Hauptgang räumen die Kinder, mit Unterstützung der Erwachsenen, ihr Geschirr auf.
- Nach dem Hauptgang erfolgt im Anschluss der Nachtisch für alle. Hierbei wird keinem Kind der Nachtisch verwehrt. Alle Kinder bekommen einen Nachtisch, selbst wenn das Kind beim Hauptgang nichts gegessen hat. Der Nachtisch ist im Gegensatz zum Hauptgang limitiert, das heißt jedes Kind bekommt nur einen Nachtisch.
- Sind alle fertig wird das Nachtischgeschirr noch aufgeräumt, die Kinder säubern sich und alle Krippenkinder gehen gemeinsam in die Schlafräume oder in die Wachgruppe.
