evangelisch. Bad Schönborn-Kronau

Meine Lebensfragen
werden aufgenommen im KIRCHENJAHR:

 

Quelle: ChM

Meine Lebensfragen werden aufgenommen im KIRCHENJAHR:
 
WEIHNACHT
Christus „ist das Licht der Welt! Wer ihm nachfolgt, wird nicht tappen im Dunkeln. Er wird das Licht des Lebens haben“ (Joh 8, 12).
Keine menschliche Krise ist aussichtslos – sondern das Licht schafft Orientierung, Wärme, Richtung.
Gott wird Mensch; Er kann Leid und Krankheit und Tod aushalten, um uns nahe zu sein. Er teilt die Bedingungen, unter denen wir leben. Gott liebt uns Menschen, daher verkörpert er sich in Jesus (dem Baby und später Mann). Der Stern über Betlehem ruft mich, innere Schritte zu gehen zur Krippe und zum Kreuz: Jesus ist an meiner Seite, und darum wächst mir Kraft zu auf meinem Genesungsweg.
 
aus einem Weihnachtslied:
Heute geht aus seiner Kammer
Gottes Held, der die Welt
reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute,
Gottes Kind, das verbind’t
sich mit unserm Blute.
 
Er nimmt auf sich, was auf Erden
wir getan, gibt sich dran,
unser Lamm zu werden,
unser Lamm, das für uns stirbet
und bei Gott für den Tod
Gnad und Fried erwirbet.
 
Nun er liegt in seiner Krippen,
ruft zu sich mich und dich,
spricht mit süßen Lippen:
»Lasset fahrn, o liebe Brüder,
was euch quält, was euch fehlt;
ich bring alles wieder.«
 

Quelle: ChM

Meine Lebensfragen werden aufgenommen im KIRCHENJAHR:
 
PASSION UND KARFREITAG
In Passionszeit und an Karfreitag achten wir besonders auf Gewalt und Leid und Endlichkeit –  auch diese Niedrigkeit hat Jesus mit durchlitten. Er versteht uns, trägt eigene Schmerzen mit, geht mit in die Tiefen.
Viele drängen sich unter dem Kreuz – aber Jesus stirbt verlassen und einsam. Er weiß, wie sich das anfühlt. Gott teilt und trägt meine eigene Einsamkeit mit.
Wo ich mitverantwortlich bin, wo ich Mist gebaut habe:  Jesus übernimmt meine Schuld. 
 
aus einem Passionslied:
Seht hin, er ist allein im Garten.
Er fürchtet sich in dieser Nacht,
weil Qual und Sterben auf ihn warten
und keiner seiner Freunde wacht.
Du hast die Angst auf dich genommen,
du hast erlebt, wie schwer das ist.
Wenn über uns die Ängste kommen,
dann sei uns nah, Herr Jesus Christ!
 
Seht hin, sie haben ihn gefunden.
Sie greifen ihn. Er wehrt sich nicht.
Dann führen sie ihn fest gebunden
dorthin, wo man sein Urteil spricht
Du ließest dich in Bande schlagen,
dass du uns gleich und hilflos bist.
Wenn wir in unsrer Schuld verzagen,
dann mach uns frei, Herr Jesus Christ!
 
Seht hin, wie sie ihn hart verklagen,
man schlägt und spuckt ihm ins Gesicht
und will von ihm nur Schlechtes sagen.
Und keiner ist, der für ihn spricht!
Wenn wir an andern schuldig werden
und keiner unser Freund mehr ist,
wenn alles uns verklagt auf Erden,
dann sprich für uns, Herr Jesus Christ!
     (Friedrich Walz 1971, EG 95)
 

Quelle: ChM

Meine Lebensfragen werden aufgenommen im KIRCHENJAHR:
 
OSTERN
Nach Leid und Tod fallen wir nicht ins Bodenlose, sondern uns ist ein neuartiges Leben-für-.immer zugesagt, wie Christus auch wunderbar lebendig geworden ist. Leid und Tod haben nicht das letzte Wort. Leid und Tod werden überwunden sein.
Paul Gerhardt dichtet (EG 112):
 
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden
nimm wahr, was heut geschieht;
wie kommt nach großem Leiden
nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt
da, wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist
gen Himmel ist gereist.
 
Die Höll und ihre Rotten
die krümmen mir kein Haar;
der Sünden kann ich spotten,
bleib allzeit ohn' Gefahr.
Der Tod mit seiner Macht
wird nichts bei mir geacht’:
er bleibt ein totes Bild,
und wär er noch so wild.
 
 
 

Quelle: ChM

Meine Lebensfragen werden aufgenommen im KIRCHENJAHR:
 
SOMMER
Der Weizen wogt, Roggen und Mais wachsen mit Gewalt, Gurke und Gartenkräuter. Was will mir erwachsen aus dieser Reha-Zeit? Was wächst in mir? Zuversichtlich kann ich sein, weil ER die Regeln gegeben hat für alles, was da wachsen will.
Es wird Abend, es wird Morgen, worüber in meinem Leben soll die Sonne sinken, was will ich lassen?
Abstand nehmen, weit überblicken, Perspektive wechseln: so kann man verändert das Zuhause anschauen nach der Reha.
 
HERBST
Wenn abends der therapeutische Betrieb zur Ruhe kommt, steigen Fragen auf, die im Alltag oft weggeschoben werden:
Was habe ich bisher erreicht in meinem Leben?
Was ist gelungen und gut geworden? Was misslungen?
Welche Ernte des Lebens kann ich (einst) einfahren?
Ehrlich das eigene Leben anschauen und bilanzieren, das hilft.
Am Erntedank-Sonntag kann ich danken, das mein Leben erhalten wurde bis heute.Der Buss- und Bettag bietet Zeit Gott zu bitten, er möge das Misslungene zurecht bringen.
Der Ewigkeitssonntag tröstet, dass es beim Tod nicht bleiben wird.
 
 

Quelle: ChM

Meine Lebensfragen werden aufgenommen im KIRCHENJAHR
 
ADVENT
Bei dieser Welt mit Leiden, Krankheit und Tod wird es nicht bleiben. Einst wird Jesus Christus erneut kommen und diese Welt verwandeln. Danach sehne ich mich und will die neue Welt mit ihm empfangen.
 
Jürgen Henkys dichtet: EG 20
Die ihr noch wohnt im Tal der Tränen,
wo Tod den schwarzen Schatten wirft:
Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft
euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen.
 
Er kommt mit Frieden. Nie mehr Klagen,
nie Krieg, Verrat und bittre Zeit!
Kein Kind, das nachts erschrocken schreit,
weil Stiefel auf das Pflaster schlagen.
 
Die Liebe geht nicht mehr verloren.
Das Unrecht stürzt in vollem Lauf.
Der Tod ist tot. Das Volk jauchzt auf
und ruft: »Uns ist ein Kind geboren!«
Der Friedefürst wird uns regieren!
 
Dann wird die arme Erde allen
ein Land voll Milch und Honig sein.
Das Kind zieht als ein König ein,
und Davids Thron wird niemals fallen.