Was die Freunde von Jesus mit ihm an HIMMELFAHRTerlebten, kannst du hier genau erfahren. Viel Freude beim Lesen der Geschichte! Die zweite Bilder-Geschichte erzählt dir von PFINGSTEN.
Die Jünger, Jesus und die Himmelfahrt
Nacherzählt nach dem Lukasevangelium 24 und Apostelgeschichte 1 von Nico ter Linden
Jesus und seine Jünger saßen auf dem Ölberg. Es war das letzte Mal, das Jesus ihnen erschien, aber das wussten sie nicht. "Wann kommst du zurück?" fragten sie. Damit meinten sie:"Wann kommt das Königreich Gottes?"
"Das weiß kein Mensch", sagte Jesus. "Das weiß Gott allein. Sorgt euch nur darum, dass es bald kommen kann. Haltet danach Ausschau, nach dem großen Fest. Lebt darauf hin, in meinem Geist."
"In deinem Geist?", fragten die Jünger. "Ja", sagte Jesus. "Denn ich lasse euch ja nicht einfach so zurück. Der Geist Gottes, der in den Propheten lebte, in Mose, in Elia und in mir, soll auch in euch sein, wo immer ihr auch geht. Bleibt beieinander, bleibt in Jerusalem, dort wird mein Vater diesen Geist auch euch geben."
Und siehe, während Jesus diese Worte sprach, wurde er vor ihren Augen in die Höhe entrückt, er fuhr gen Himmel. Dann verdeckte ihn eine Wolke und sie sahen Jesus nicht mehr. Nun war es also an ihnen, auf der Erde als gute Diener im Geist Jesu zu leben.
Aber sie machten keine Anstalten zu gehen, sie standen wie gelähmt da und starrten in den Himmel. Aber siehe, plötzlich waren da wieder dieselben zwei strahlenden Gestalten, die ihnen noch vor kurzem erschienen waren. "Was steht ihr da und starrt in den Himmel?", fragten sie. "Schaut lieber auf die Erde, wo die Menschen wohnen."
Da sind die Jünger nach Jerusalem zurückgekehrt. Sie gingen in den oberen Speisesaal, in dem sie noch vor kurzem mit Jesus das Pessachmahl gefeiert hatten. Jetzt wird der Heilige Geist wohl bald kommen, dachten sie."
(Nico ter Linden: König auf einem Esel, S. 372-373)
und dann geschah es an Pfingsten:
50 Tage waren seit Ostern vergangen.
Petra war unterwegs. Es war noch sehr früh am Morgen. Die Sonne ging gerade auf und vereinzelt hörte man einen Hahn den Morgen begrüßen. »Heute ist es soweit« Hört Petra ihre Mutter rufen. »Nicht so laut, ich bin ja noch sooo müde« Petra ist gar nicht müde – aber sie will nicht, dass sie schon wieder von Phil geneckt wird. Phil war ihr älterer Bruder, der eigentlich Philemon heißt. Er will unbedingt mit zum großen Haus. »Was machen wir da?« »wann gehts los?« »kann ich Marja mitnehmen?« quengelt Petra. Sie war richtig hippelig, so freute sie sich auf das große Treffen.
Gefühlte drei Stunden später sind sie gemeinsam unterwegs: Mama Ruth, Papa David, Phil und Petra. „Endlich“ denkt Petra und hüpft halb tänzelnd, halb springend voraus. Wo sind denn nun wieder alle? Petra schaut sich um. Hmm niemand zu sehen. »Wenn Du niemand siehst, einfach Augen zu und hören wo man ist.« Ein Tipp von ihrer Großmutter. Petra macht die Augen zu und lauscht. Ah, die Stimme von Phil, endlich Augen auf und hinterher.
»Hallo, wartet, ich bin wieder da.« Ihre Mama und Phil reden laut miteinander. Oh, die haben gar nicht gemerkt, dass ich weg war. Petra ist schon ein wenig sauer auf Phil, ihm hören immer alle zu und mir? » Wenn Du groß bist dann …« oder »warte noch ein bisschen, dann ...«. Neun Jahre jung sein, ist echt anstrengend. Aber Phil ist noch viiiiel anstrengender. »Aua, pass doch auf Träumerine« neckt Phil seine Schwester.
Sie laufen an einem Markt vorbei. Petra sieht die vielen Händler, die duftenden Gewürze sehen spannend aus. Endlich sind sie da. Das große Haus ist mitten in einem Wohnviertel. »In unserer Hauptstadt Jerusalem« wie Papa mit stolzer Stimme sagt. Im großen Haus gibt es einen Platz mit Springbrunnen und Palmen. Petras Lieblingsplatz, zum Plantschen oder einfach zum Abkühlen. Das große Becken ist klasse. »Kommst Du dann?« Ruth will nicht, das Petra wieder einmal verlorengeht.
Petra schlenderte zu ihrer Mama ... Huch, ist es hier voll! Im Versammlungsraum gibt es Tische mit Essen darauf und ganz vielen Menschen, manche kennt Petra, andere sehen nicht so aus, wie aus ihrem Viertel. Alle erzählen über dies und das.
Auf einmal spürt Petra einen Windhauch und sieht, wie die Hängelampen an ihren Ketten hin und her wiegen. Der Wind wird stärker und alle reden lauter. Petra hat ein bisschen Angst, sucht Phil und der nimmt sie an die Hand. Petra ist froh, dass sie nicht alleine da ist. Alle reden immer lauter und plötzlich sieht Petra einzelne Flammen über den Köpfen der Leute. Alle reden von ihren tollen Erfahrungen mit dem Heiligen Geist in ihrem Leben, alle sind begeistert. Petra versteht zum ersten Mal alles, was die Fremden sagen. Es fühlt sich unglaublich an. Petra hat eine Gänsehaut. Sie erzählt begeistert mit und fühlt sich wie in einer großen, großen Familie. Alle sind froh, lachen und freuen sich, wie schön es ist, einfach so über die Begegnungen mit Gottes Geist und Jesus zu sprechen.
»Was reden denn die?« Meckert einer, der durch ein Fenster von draußen reinschaut. »Die haben bestimmt zu viel Wein getrunken« ranzt ein anderer. »Na ihr seid ja zwei ganz Schlaue«, meint der Gewürzhändler Bacajam mit einem Schmunzeln im Gesicht. Die reden doch Mittelbabylonisch und die anderen da Westgriechisch und die dort drüben, das ist Aramäisch, das ist doch einfach. Die Zwei schauen Bacajam sprachlos an, schütteln ihre Köpfe und gehen schnell fort. Bacajam schaut durchs Fenster und freut sich mit der großen Menschenmenge über das Wunder, dass sich alle verstehen. Ein Name fällt ihm dazu ein: Ekklesia oder Gemeinde. Ein schöner Name, für viele Menschen, die mit dem Heiligen Geist ihr Leben und die Gemeinschaft feiern.
Jetzt steht Petrus auf. Er ist auf einmal so mutig wie noch nie in seinem Leben. Er geht einfach raus aus dem Haus. Zu den Menschen, die da draußen auf dem Markt sind. Er fängt an, Bacajam und den anderen von Jesus zu erzählen und von Allem, was sie mit ihm erlebt haben. Und er erzählt davon, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist. „Er lebt. Er hat uns seinen Geist geschenkt!“ Bacajam denkt: „Also ist es Gottes Geist, der uns berührt. Darum können wir uns auf einmal verstehen!“ Petrus und die anderen laufen weiter durch die Gassen von Jerusalem und vor die Stadt. Immer mehr Menschen kommen dazu. – 3000 Leute sind beim ersten Geburtstagsfest der Kirche dabei.
Alle wollen noch mehr von Jesus erfahren. Von jetzt an treffen sie sich in vielen Häusern. Die Gemeinschaft untereinander tut ihnen gut. Die Jünger und Jüngerinnen erzählen viele Geschichten von Jesus. Und dann beten sie gemeinsam und teilen das Brot.
Wir singen das Lied: Vom Anfang bis zu Ende

