evangelisch. Bad Schönborn-Kronau

die KirchenKids bei Josef

 

Josef hatte eine große Familie - 11 Brüder und eine Schwester.
In einer großen Familie braucht einer den anderen - mit Herz und Hand.
Wie in dem Lied, das du mitsingen kannst:
Das Lied "Einander brauchen" ist ein richtiger Ohrwurm.
Du kannst es auch singen, wenn du unterwegs bist.
Wahrscheinlich ist dein Weg nicht so lang wie der Weg, den Josef und seine Brüdern gegangen sind. Es waren viele Kilometer durch die Wüste von Israel bis nach Ägypten und wieder zurück.
Aber du bist bestimmt auch manchmal ganz schön lang unterwegs und das Laufen wird anstrengend ... Da macht das Singen Mut!
 
Gut, dass Josef und seine Brüder wieder zusammengefunden haben.
Miteinander geht es besser:
So konnte er sogar später seiner ganzen Familie helfen. Sie waren wieder miteinander zusammen: Miteinander, wunderbar …
 
 

Wenn du eine Kinderbibel hast, dann schau nach, ob du darin die Geschichte von Josef und seinen Brüdern findest. Lies dir die Geschichte durch und schau dir die Bilder zur Geschichte an.
Welchen Teil der Geschichte findest du besonders spannend?
Passen die Bilder gut zur Geschichte?
Hier kannst du dir die Geschichte von Josef und den Brüdern auch im Video anschauen:
Wie aber ging es Josef die ganze Zeit dazwischen in Ägypten?
Josef war von seinen eigenen Brüdern als Sklave verkauft worden. Die Kaufleute brachten Josef in das ferne Ägypten. Dort verkauften sie ihn an einen reichen Mann weiter, der Potifar hieß.
Josef wurde Sklave in Potifars Haus. Er arbeitete jeden Tag von morgens bis abends. Aber was Josef auch anpackte, machte er richtig, drinnen im Haus und draußen im Freien. Gott war mit ihm und ließ es ihm gelingen.
Als Potifar das sah, rief er Josef zu sich und sagte: "Von nun an sollst du mein Verwalter sein! Alles, was in meinem Haus ist, will ich dir übergeben. Und alle anderen Sklaven in meinem Haus sollen dir gehorchen."
Aber die Frau Potifars hatte anderes mit Josef vor. "Komm!" flüsterte sie Josef zu. "Sei mein Geliebter!" Doch Josef wehrte ab. "Nein!" sagte er erschrocken. "Das kann ich deinem Mann nicht antun. Und Gott will es auch nicht. Sieh, dein Mann hat mir alles im Haus übergeben. Aber du gehörst nur ihm allein."
Doch die Frau ließ Josef keine Ruhe. Eines Tages waren die beiden allein zuhaus. Da hielt die Frau Josef am Gewand fest und redete auf ihn ein: "Tu, was ich dir sage! Leg dich zu mir!" Aber Josef riss sich von ihr los und rannte ohne Gewand aus dem Haus.
Als die Frau das sah, überlegte sie nicht lange. "Hilfe! Hilfe!" schrie sie so laut, dass es durch das ganze Haus hallte. Sogleich eilten von allen Seiten die Sklaven herbei. "Was ist los? Was ist los?" fragten sie erschrocken.
"Seht", rief die Frau empört, "was Josef mir angetan hat! Er wollte sich zu mir legen. Aber ich schrie laut um Hilfe. Da ließ ich mein Gewand fallen und rannte davon." Und sie legte Josefs Gewand neben sich und wartete, bis ihr Mann heimkam.
Als aber Potifar hörte, was seine Frau ihm erzählte, wurde er furchtbar zornig. "Josef hat mich betrogen!" schrie er wütend. "Ab mit ihm ins Gefängnis! Ich will ihn nie mehr sehen."
Da packten sie Josef und warfen ihn ins Gefängnis.
 
Nun saß Josef im Gefängnis, aber Josef war anders als alle anderen Gefangenen. Das merkte auch bald der Wärter, der die Gefangenen versorgte. Er bat Josef: "Willst du mir helfen?" Josef war gerne dazu bereit. Von nun an sorgte er für die Gefangenen. Er besuchte sie jeden Tag, brachte ihnen das Essen und sprach ihnen Mut zu. Die Gefangenen vertrauten ihm und erzählten Josef sogar von ihren Träumen. Auch ein Gefangener, der vorher ein Mundschenk beim König Pharao gewesen war, erzählte Josef von seinem Traum. Josef konnte den Traum deuten und erklärte ihm, dass er in drei Tage freikäme. Es geschah so. Doch kaum war der Mundschenk frei und wieder beim Pfarao eingesetzt, vergaß er Josef.
 
Es war Nacht. Der Pharao von Ägypten schlief in seinem Palast. Er hatte in dieser Nacht einen seltsamen Traum: Er stand im Traum am Ufer des Nil-Flusses. Da stiegen aus dem Fluss sieben schöne und fette Kühe. Die grasten am Ufer.
Danach stiegen noch einmal sieben Kühe aus dem Wasser. Aber sie waren hässlich und mager. Die fraßen die schönen, fetten Kühe auf.
Da wachte der König auf. Voll Unruhe wartete er, bis der Morgen anbrach. Dann rief er seine Gelehrten herbei und erzählte ihnen, was er geträumt hatte. Doch sei konnten seine Träume nicht deuten.
Schließlich erinnerte sich der Mundschenk an Josef und sagte zum Pharao: "Ich kenne einen Mann im Gefängnis. Er kann Träume deuten."
"Dann holt ihn sofort her!" befahl der König.
Da holten sie Josef aus dem Gefängnis, zogen ihm ein neues Gewand an und führten ihn vor den Pharao. Der fragte ihn: "Ist es wahr, dass du Träume deuten kannst?" "Nein", antwortete Josef. "Ich kann es nicht. Aber Gott wird mir sagen, was die Träume bedeuten."
Da erzählte der König, was er geträumt hatte. Josef aber sagte zum König: "Das bedeutet es: Sieben Jahre lang wird viel Korn wachsen. Aber danach kommen sieben schlechte Jahre. Kein Korn wird mehr auf den Feldern reifen. Alle Menschen werden hungern. Darum bau dir große Lagerhäuser, und setze einen klugen Verwalter ein, der das Korn sammelt und die Lagerhäuser füllt! Und wenn die Hungersnot kommt, soll er es an die Leute verkaufen."
"Das ist gut!" rief der Pharao. "Dein Plan gefällt mir. Du sollst ihn selbst ausführen. Ab heute bist du der zweitmächtigste Mann in Ägypten." Und er gab Josef seinen kostbaren Siegelring, legte ihm einen Mantel um und hängte eine goldene Kette um seinen Hals. Danach schickte er ihn in seinem Königswagen durch das ganze Land und ließ vor ihm her in allen Städten und Dörfern ausrufen: "Dies ist der Mann, dem der König alle Macht übergeben hat. Ihm sollt ihr gehorchen!"
Bald darauf traf ein, was Josef vorausgesagt hatte. Es gab Korn in Fülle. Alle konnten essen, soviel sie wollten. Und es blieb immer noch genug Korn übrig, mehr als genug!
Da ließ Josef große Kornspeicher bauen und füllte sie mit Korn, eine riesige Menge, so viel wie Sand am Meer.
Aber nach sieben Jahren kam eine Dürrezeit. Es regnete nicht mehr. Die Sonne versengte das Land. Die Erde trocknete aus. Auf den Feldern verdorrte das Korn.
Und in allen Ländern brach eine große Hungersnot aus. 
Da kamen die Menschen in großen Scharen zu Josef und baten ihn: "Verkauf uns etwas von deinem Korn, damit wir nicht verhungern!" Und Josef öffnete seine Speicher und gab ihnen Korn, soviel sie brauchten.
So kam es, dass eines Tages auch die Brüder von Josef nach Ägypten kamen.
Josef, der viele Jahre zuvor von seinen Brüdern misshandelt und verkauft worden war, konnte sie nun retten.
Josef sagte zu ihnen: "Ihr hattet Böses für mich geplant. Aber Gott hat es zum Guten gewendet."
(Bilder: Kees de Kort, Erzählung: nach Irmgard Weth (gekürzt LH))
 

Die Geschichte von Josef ist schon einige tausend Jahre alt.
Die Brüder waren sehr ärgerlich über ihn und haben ihn einfach so nach Ägypten in ein fernes Land geführt.
Seine Brüder haben ihn verlassen, aber Gott nicht.
Davon spricht auch das Gebet aus Psalm 139.
Ein Psalm ist ein Gebet aus der Bibel, das ungefähr 2500 Jahre alt ist.
Du kannst es mitbeten:
Gott, du kennst mich genau.
Du weißt es, ob ich sitze oder stehe;
du merkst, ob ich gehe oder ruhe.
Du verstehst, was ich denke und was ich tun will.
Alle meine Wege sind dir bekannt, Gott.
Was ich sagen will, weißt du.
Du bist vor mir und hinter mir.
Deine Hand liegt auf mir.
Überall, wo ich bin, bist auch DU, Gott.
Du hast mich geschaffen.
Ich danke Dir, Gott und staune über alles.
Amen.
(nach Psalm 139* bearbeitet von LH)
 

NOCH MEHR KLEIDER, SCHMUCK und SIEGEL
 
Josef hat ein besonderes Kleid bekommen.
Vielleicht war es besonders bunt.
Mach dir selber so ein buntes Kleid.
Du brauchst:
- ein altes T-Shirt oder ein altes Hemd in Erwachsenengröße
- ein großes Blatt Papier
- Wachsmalkreiden
- Filzstifte
- Schere
Schneide mit der Schere die Ärmel so kurz ab, dass du das T-Shirt / Hemd tragen kannst.
Dann legst du das T-Shirt / Hemd flach auf einen Tisch.
Leg in das T-Shirt / Hemd ein Blatt Papier.
Dann bemalst du es mit bunten Farben. Achte darauf, dass unter der Stofffläche, auf der du malst, immer das Blatt Papier liegt, damit die Farbe nicht auf die andere Seite durchdrückt.
 
Als Josef mit den Händlern durch die Wüste zog, hatte er nur ein einfaches Gewand an - ohne Muster und ohne Zierde.
Später war er der wichtigste Sklave bei Potifar. Jetzt hatte er wieder ein Gewand, mit dem er  auf den Markt und in die Stadt gehen konnte. - Wie sah das wohl aus?
Dann aber kam er ins Gefängnis. Hier gab man ihm nur einfache Lumpen zu Anziehen.
Als er Minister beim Pharao wurde, trug er ganz besondere Kleidung, die ihn als eine wichtige Persönlichkeit auszeichnete.
Hast du alle Kleidungsstücke von Josef mitgezählt? Wieviele sind es? Male jedes Kleidungsstück auf und schneide die Kleidungsstücke aus. Jetzt kannst du Josef malen. Dann legst du die verschiedenen Kleidungsstücke auf Josef. Welches passt am besten zu ihm?
 
In Ägypten trugen die hohen Beamten gerne Schmuck. Das hat Josef sicherlich auch getan, als er Minister war.
Bastle dir lange Ketten und Bänder.
DU brauchst:
- Faden oder Schnur
- Perlen
Tipp: Du kannst auch aus Naturmaterialien Perlen machen.
Steche dafür mit einer Nadel zum Beispiel durch eine Kastanie.
Oder sammle kleine Blumen - für eine echte Blumenkette!
 
Später bekam Josef vom Pharao einen Siegelring. Das ist ein besonderer Ring, an dem ein "Stempel" ist, mit dem man zum Beispiel in flüssiges Wachs oder in Knete oder in Ton einen Abdruck hinterlassen kann.
Bastle Dir dein eigenes Siegel: 
Du brauchst:
- ein weiches Stück Holz (zum Beispiel aus Pappelholz oder Weidenholz)
- ein Schnitzmesser
- eine kleine Säge
schnitze nun mit deinem Messer ein kleines Muster in das Holz.
Wenn du fertig bist, sägst du das Holzstück um dein Muster herum aus.
Mit Deinem Siegel drückst du jeder wichtigen Sache von dir deinen eigenen Stempel auf.
 
 

KLEIDER MACHEN LEUTE
 
Josef bekam ein besonderes Kleid geschenkt.
Such deinen Kleiderschrank durch. Bestimmt gibt es Kleidungsstücke, die du besonders magst.
Mach den Sonntag zu einem Festtag.
Leg dir am Samstag vorher deine beste Kleidung zurecht
und freu dich darauf, dass du am Sonntag deine schönsten Sachen anziehen kannst.
 
Wenn du Geschwister hast, die etwa gleich groß sind wie du 
oder einen Freund / eine Freundin,
dann tauscht an einem Tag der Woche eure Kleidung.
Viel Spaß dabei!
 
Und jetzt probiere einmal ganz verschiedene Kleidungsstücke aus - wie bei Josef:
- dein Lieblingskleidungsstück, das deine Eltern dir geschenkt haben
- ein ganz einfaches Kleidungsstück, das du gar nicht spannend findest
- ein Kleidungsstück, mit dem du gerne einen Ausflug machst
- ein richtig kaputtes Kleidungsstück
- und zum Schluss: die edelsten Anziehsachen, die du findest
 
 

WASSER WIE EIN FLUSS
Durch das Land Ägypten ließt der Nil. Er mündet in einem weiten Delta (das sind viele, geteilte Wasseerarme) in das Mittelmeer. - unten auf der Karte kannst du es sehen. Das Delta ist ein fruchtbares Land, denn dort kann das Wasser des Nils viele Felder bewässern.
Probier es einmal an einem kalten Wintertag, wenn der Schnee noch liegt, selber aus.
und so geht es:
Drück mit deinen Fußstapfen einen Fluss in den Schnee, etwa einen Meter lang. Du musst deine Füße immer dicht an dicht drücken. Dann zweigst du mit deinen Fußstapfen ab und noch einmal und immer wieder - wie auf dem Bild des Nils in Ägypten. Das Delta sollte etwa ein Meter mal ein Meter groß sein.
Wenn du dein Flussdelta mit den Fußstapfen in den Schnee gedrückt hast, nimmst du einen Eimer mit lauwarmem Wassen. nun gießt du das Wasser langsam in deinen Fluss. Von dort aus verteilt es sich im ganzen Delta - und vielleicht schmilzt sogar ein ganzes Feld des Schnees weg. Viel Spaß dabei!

Quelle: Nil-Delta

 
GETREIDE WACHSEN LASSEN
Josef träumt davon, dass er mit seiner Familie Getreide auf dem Feld schneidet. Das Getreide, das er zusammenbindet - seine Getreide-Garbe - bleibt aufrecht stehen. die anderen Garben neigen sich vor ihm.
Du kannst dein eigenes Getreide ziehen.
Dafür brauchst du:
- eine Schale
- Erde
- Weizenkörner
- Wasser
Tipp: Du kannst dir ein paar Weizenkörner in der offenen Christuskirche abholen.
Du füllst die Schale zur Hälfte mit Erde.
Dann gießt du Wasser auf die Erde - so, dass die Erde gut durchfeuchtet ist. Es dürfen keine Pfützen entstehen.
Darauf legst du die Weizenkörner. Die Weizenkörner sollten immer einen halben Zentimeter auseinander liegen. Nun drückst du die Weizenkörner vorsichtig mit dem Finger in die Erde.
Dann Stellst du die Schale an einen sonnigen Platz, zum Beispiel auf der Fensterbank.
Jeden Tag gießt du ein wenig Wasser über deine Weizenkörner.
Mit etwas Geduld werden die ersten Halme sichtbar.

Quelle: KiGo

 
 
 

In der OFFENEN CHRISTUSKIRCHE liegt ein Josefbuch
für dich zum Mitnehmen.
Die Kirche ist jeden Tag von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet.
Die Adresse ist: Huttenstraße 31 in Langenbrücken
(das ist zwischen der Grundschule und dem Bahnhof in Langenbrücken)
 

Einfach mal ausruhen und feiern - mit Liedern, Gebeten und Geschichten!
Du kannst jeden Sonntag mitmachen.
Alles dazu findest du auf Kindergottesdienst
 
 

Alles, was du noch über Josef wissen möchtest:
Schreib deine Frage auf ein Blatt und werf es im Briefkasten der Kirche ein:
Kirchengemeinde Bad Schönborn, Huttenstraße 31, 76669 Bad Schönborn