Sie möchten den Bad Schönborner Wegabschnitt des Jakobsweges gemeinsam in einer Gruppe gehen?
Wir laden Sie herzlich ein:
Pilger-Nachmittag
An einem Mittwoch im Juli 2026 gehen wir mit Pfarrerin Helm den zweiten Wegabschnitt von Mingolsheim bis Malsch.
Start ist um 17.00 Uhr an der Schönbornhalle / Ahornstraße. Der Weg (ca. 5 km) führt über 6 Stationen und schließt mit einem Segen ab.
Pilger-Mittag
Am Sonntag, den 6. September 2026 gehen wir mit Pfarrerin Helm den Wegabschnitt von Zeutern über Langenbrücken bis zum Kurpark Mingolsheim.
Start ist um ca. 10.45 Uhr nach dem Gottesdienst an der Marienkapelle Zeutern, Kapellenstraße / Ecke Tuchbleiche. Nach dem Weg (ca. 6 km) über 8 Stationen kehren wir zum gemeinsamen Mittag im Biergarten des Kurparks ein.
Sie sind herzlich eingeladen mitzugehen.
ohne Anmeldung, weitere Infos: Pfarrerin Luise Helm 0171 2014063
INFO-PUNKT
täglich in der OFFENEN CHRISTUSKIRCHE Langenbrücken, Huttenstraße 31
o Pilgerheft
o Karte zur Pilgerwegstrecke
o Leseimpulse zum Pilgerweg
o Outdoorgebete
o Stempelstation
Stempelstation
Quelle: lh
STEMPEL in der Offenen Christuskirche Langenbrücken und im Haus des Gastes (Tourist Information) Mingolsheim
In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstand der Jakobsweg. In einem großen Wegenetz führt der Pilgerweg durch Europa, bis nach Santiago de Compostela in Spanien. Dort befindet sich der Legende nach das Grab des Apostels Jakobus.
Als Teil des Wegenetzes führt der nördliche Teil des Badischen Jakobswegs auch durch Bad Schönborn – Langenbrücken und Mingolsheim. Von Süden, über Bruchsal und Zeutern herkommend, kreuzt er in Malsch den Jakobsweg Rothenburg-Speyer. Von Speyer aus führen die Pfälzer Routen weiter Richtung Westen. Seit Jahrhunderten pilgern Menschen diese Wege.
Wir, die Jugendlichen von KONFI+Plus, laden dich ein, den Bad Schönborner Weg zu gehen und begleiten dich mit zwölf Stationen.
Station 1 am Waldrand Zeutern/Langenbrücken
Bevor du dichauf den Weg machst,nimm noch einmal Platz.Was möchtest du mitnehmen auf dem Weg?Was brauchst du wirklich?
zum Nachdenken:
Jesus rief die Zwölf Jünger zu sich und sandte sie jeweils zu zweit aus. Er forderte sie auf: „Nehmt außer einem Wanderstock nichts mit auf den Weg: kein Brot, keine Vorratstasche und auch kein Geld im Gürtel. Ihr dürft Sandalen anziehen,aber nehmt kein zusätzliches Hemd mit.“(Markusevangelium 6)
Station 2 am Rand der Weinberge mit Blick in die Rheinebene
Blick hinauf in den Himmel,
träume den Wolken nach,
deiner Sehnsucht und Hoffnung.
zum Nachdenken:
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
(Psalm 121)
Station 3, Bank mit Blick auf die Wiesen
Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.
zum Nachdenken:
Meine Gedanken – sind nicht eure Gedanken,
eure Wege – sind nicht meine Wege, spricht Gott,
sondern so viel der Himmel – höher ist als die Erde,
so sind auch meine Wege – höher als eure Wege
und meine Gedanken – als eure Gedanken.
(Jesaja 55,8-9)
Station 4: Kreuzung Hauptweg / Verlängerung Badstraße
Erinnere dich deiner Erfahrungen im Leben: kleine und große.
Es sind Schätze, dir anvertraute Weisheit,
die dich zu dem gemacht haben, wie du bist.
Nimm als Symbol einen Kieselstein in deine Hand.
zum Nachdenken:
Ich will dir eine Weisheit anvertrauen
und dir den Weg zeigen,
den du gehen sollst.
Ich lasse dich nicht aus den Augen,
spricht Gott.
(Psalm 32,8)
Station 5: vor der L 292
Ach, wie wäre es einfach, wenn wir immer gleich den schnellen Weg zum Ziel finden würden. Doch selbst wenn wir das Ziel vor Augen haben, lenkt uns dieses und jenes am Wegesrand ab oder ein Hindernis stellt sich uns in den Weg. Wie an dieser Stelle die stark befahrene Straße. Wir sehen schon den nächsten Punkt greifbar nahe, aber wir müssen uns mehr Zeit nehmen, als wir zunächst eingeplant haben.
zum Nachdenken:
Gott ließ das Volk einen Umweg machen, den Weg durch die Wüste zum Schilfmeer.(Exodus 13,18a)
Station 6: Feldrand an der L 292
Es gibt sie, die Wüstentage im Leben. Manchmal selbst gewählt als eine kleine Auszeit. Fort von allem, was auf einen einstürmt, dem Zuviel und den Anforderungen entfliehen. Es gibt sie aber auch, die Wüstenzeiten, die nicht freiwillig gewählt sind. Wenn mir fehlt, was ich heute meine dringend zu brauchen.
zum Nachdenken:
Durch die Wüste
hat Gott euch getragen
Wie ein Vater sein Kind,
den ganzen langen Weg
bis hierher.
(Deuteronomium 1,31)
Station 7: Ahornstraße
Erinnere dich der Menschen,
die dir zu Wegbegleiter*innen wurden,
die deinen Weg kreuzten
und dir gar zu Engeln wurden.
zum Nachdenken:
Gott hat seinen
Engeln befohlen,
dass sie dich behüten
auf allen deinen Wegen.
(Psalm 91,11)
Station 8: Falltorstraße / Ecke Rochusstraße-Waldparkstraße
Innehalten, mitten im Alltag,
dem Lauten Einhalt gebieten,
Oasen-Räume aufsuchen,
der Stille lauschen,
im Gespräch sein mit Gott.
zum Nachdenken:
Güte und Gnade werden mich umgeben alle Tage meines Lebens,
und ich werde wohnen im Haus des Herrn für alle Zeit.
(Psalm 23.ngü)
Station 9: Haus des Gastes / Tourist Information
mit Stempelstation
Mach Rast,
genieße das Leben
im Kurpark
am Wasser und auf den Wiesen
mit Menschen im Gespräch.
zum Nachdenken
Der Engel sagte: „Steh auf und iss!
Du hast noch einen weiten Weg vor dir.“
(1. Könige 19,7)
Station 10: Ende St. Rochus-Allee
Seit dem Mittelalter und durch die Neuzeit hindurch erlebte der Jakobsweg ein Auf und Ab seiner Bekanntheit. In den 1970er und 1980er Jahren wurde der Pilgerweg nach Santiago de Compostela wieder-belebt. Menschen machten sich in Europa auf den Weg und überwanden dabei Grenzen und Mauern.
zum Nachdenken:
zum Nachdenken:
Richte unsere Füße
auf den Weg des Friedens.
(Lukas 1,79)
„Eines Tages klingelte es Anfang der 80er Jahre an unserer Pfarrhaustür. Ein Unbekannter stand vor uns. Das war für unsere Familie damals nicht ungewöhnlich, denn regelmäßig klingelten Menschen, die auf der Wanderschaft waren, bei uns und baten um Brot, Lebensmittel oder einen Schlafplatz. Dieser Wanderer aber schien von weither zu kommen.
Wir bewirteten ihn und als er gegessen hatte, fragte er, ob er bei uns übernachten könne. Er sei aus Warschau und wolle weiter nach Santiago. Den Weg (etwa 1000 Kilometer) sei er gelaufen. Wir staunten nicht schlecht und fragten, wie er die Grenze zwischen Ost und West, „den eisernen Vorhang“ zur Zeit des Kalten Krieges zwischen beiden deutschen Staaten hatte überwinden können. Er erzählte, dass er jahrelang Antrag für Antrag bei den polnischen Behörden gestellt habe, bis er endlich die Genehmigung bekam, auszureisen und sich auf den Weg zu machen. Wir boten ihm Unterkunft und nach einem reichhaltigen Frühstück machte er sich am nächsten Morgen wieder auf den Weg – bis nach Santiago de Compostela mit noch einmal mehr als 2000 Kilometern.“ (LH)
1987 erhob der Europarat die Wege der Jakobspilger in Europa zur europäischen Kulturroute.
1993 wurde der spanische Hauptweg in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.
1998 erhielten auch vier französische Wege diesen Titel.
Derzeit gehen mehrere hunderttausend Menschen jährlich den Pilgerweg.
Station 11: Mingolsheim Nord, Richtung Malsch dem Jakobsweg entlang
Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinem Namen. Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja!
Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, Je raconterai toutes tes merveilles, Je chanterai ton nom. Je louerai l'Eternel de tout mon coeur, Je ferai de toi le sujet de ma joie. Alléluia!
(EG 272)
zum Nachdenken:
Du führst mich den Weg zum Leben.
In deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude;
aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.
(Psalm 16,11)
Lebensfreude strahlt uns
in Farben und Blumen entgegen.
Sammle Blüten oder ihre Samen.
Station 12: Gemarkungsgrenze Bad Schönborn / Malsch
Ich verspreche euch, ich werde einen Engel
vor euch her senden, der euch unterwegs
beschützt und euch sicher in das Land bringt,
das ich für euch bestimmt habe, spricht Gott.
(Exodus 23,20)
Der Jakobsweg führt weiter über den Grasweg bis nach Malsch. An der Ecke Grasweg / Friedhofstraße trifft er mit dem Hauptweg Rothenburg – Speyer zusammen und führt über den Letzenberg weiter nach Speyer und von dort aus durch Frankreich Santiago entgegen.